{"id":979,"date":"2022-05-23T23:00:16","date_gmt":"2022-05-23T22:00:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.buergerforum-europa.at\/?post_type=themenkapitel&#038;p=979"},"modified":"2022-05-27T17:26:59","modified_gmt":"2022-05-27T16:26:59","slug":"digitale-transformation","status":"publish","type":"themenkapitel","link":"https:\/\/www.buergerforum-europa.at\/en\/themenkapitel\/digitale-transformation\/","title":{"rendered":"Digitale Transformation"},"content":{"rendered":"<p style=\"font-weight: 400;\">Um die Wettbewerbsf\u00e4higkeit Europas als Digital- und Innovationsstandort sicherzustellen, die Eigenst\u00e4ndigkeit auszubauen und das Potential in der EU voll aussch\u00f6pfen zu k\u00f6nnen, bedarf es in der sich rasant ver\u00e4ndernden digitalen Welt einer Dynamisierung der Entscheidungsmechanismen und Gesetzgebung in der EU.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">In den Bereichen digitale Infrastruktur und Einsatz neuer Technologien, Datenschutz und Identit\u00e4tsrechte und digitaler (Aus- und Weiter-)Bildung ist eine akkordierte, eng getaktete und europaweit m\u00f6glichst einheitliche Vorgehensweise notwendig. Denn fragmentierte einzelstaatliche Umsetzungen im Rahmen von nationalen Aktions- oder Implementierungspl\u00e4nen (NIPs) tragen zu einem Europa der unterschiedlichen Geschwindigkeiten bei, das die EU schw\u00e4cht und die Wettbewerbsf\u00e4higkeit der Gesamtregion reduziert.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die Verschr\u00e4nkung von Umsetzungen in unterschiedlichen Politikbereichen auf EU-Ebene untereinander tr\u00e4gt dazu bei, dass auch in den Nationalstaaten ressort\u00fcbergreifende Strategien und Umsetzungen in den Vordergrund r\u00fccken m\u00fcssen. Beispielsweise sind die Vorhaben innerhalb der Europ\u00e4ischen S\u00e4ule sozialer Rechte (wie die Skills Agenda mit dem Pact for Skills), der EU-Aktionsplan f\u00fcr digitale Bildung und der Digitale Kompass der Europ\u00e4ischen Kommission eng miteinander verzahnt. Dies muss auch auf Ebene der Mitgliedsstaaten verst\u00e4rkt vorangetrieben werden.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die M\u00f6glichkeit a) von \u00fcbergeordneter Ebene digitale Schwerpunkte f\u00fcr staaten\u00fcbergreifende Regionen mit \u00e4hnlichen strukturellen Voraussetzungen setzen zu k\u00f6nnen, b) strategisch f\u00fcr ein zentrales Cybersicherheitskonglomerat in einer l\u00e4nder\u00fcbergreifenden europ\u00e4ischen Region zu entscheiden oder c) zentral einen ausgeglichenen Ausbau der ruralen digitalen Infrastruktur \u00fcber alle EU-L\u00e4nder hinweg umzusetzen, w\u00fcrde ungeheures Potenzial bergen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die rasch voranschreitende digitale Transformation bedarf flexibler und rascher Handlungsf\u00e4higkeit, damit wir als Wirtschaftsraum in der Globalisierung mithalten k\u00f6nnen. J\u00fcngste Beispiele wie die Umsetzung der Digitalsteuer haben gezeigt, wie sehr das Einstimmigkeitsprinzip Vorhaben blockieren kann und die Interessen einzelner EU-Mitgliedsstaaten vor die Interessen der Gemeinschaft stellt. Das Einstimmigkeitsprinzips muss insbesondere bei bedeutenden Digitalisierungsvorhaben, die zu Resilienz und Wettbewerbsf\u00e4higkeit der EU als Wirtschaftsraum beitragen, mehrheitsbasierten Entscheidungsmechanismen von EU-Mitgliedsstaaten und EU-Parlament weichen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Eine erfolgreiche digitale Transformation beginnt mit dem Menschen. Wenn der Mensch diese und die Rahmenbedingungen des digitalen Wandels gestalten soll, muss er bef\u00e4higt werden, Chancen, Risiken und Folgen absch\u00e4tzen zu k\u00f6nnen. Dies bedingt eine entsprechende Basis in der Aus- und Weiterbildung der Europ\u00e4erInnen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u00dcber ein Drittel der europ\u00e4ischen Arbeitskr\u00e4fte verf\u00fcgt derzeit nicht \u00fcber zumindest grundlegende digitale Fertigkeiten, w\u00e4hrend 90 % aller Arbeitspl\u00e4tze diese bereits ben\u00f6tigen. Gleichzeitig k\u00f6nnen in zahlreichen EU-L\u00e4ndern offene Stellen mit IKT-Bezug nicht besetzt werden, in \u00d6sterreich immerhin \u00fcber 70 % der offenen Stellen. Dieser Fachkr\u00e4ftemangel auf der einen Seite, die fortschreitende Automatisierung und Digitalisierung in der Wirtschaft auf der anderen Seite, die bestehende Berufsprofile ver\u00e4ndert oder obsolet macht, f\u00fchren zu einer kritischen Entwicklung am Arbeitsmarkt. Dar\u00fcber hinaus verf\u00fcgen noch immer knapp 40 % der Europ\u00e4erInnen \u00fcber keine ausreichenden, grundlegenden digitalen Kompetenzen, sind also vom digitalen Wandel ausgeschlossen. Gleichzeitig stellt der Mangel an digitalen Kompetenzen der Belegschaft\u00a0 in\u00a0 KMU\u00a0 das gr\u00f6\u00dfte Hindernis\u00a0 f\u00fcr die\u00a0 digitale\u00a0Transformation dar. 70 % der Unternehmen in der EU geben laut EU-Kommission an, dass dieser Mangel an MitarbeiterInnen mit angemessenen digitalen Kenntnissen auch ein Investitionshindernis darstellt. Dieser digitalen Kluft kann nur mit einer massiven Ausbildungsoffensive auf nationalstaatlicher Ebene begegnet werden.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die sogenannte \u201eDigital Literacy\u201c umfasst digitales Allgemeinwissen und Anwendungskompetenzen, die es bedarfsorientiert, altersgerecht und strukturiert zu vermitteln gilt. So wie die grundlegenden Prinzipien in Lesen, Schreiben und Rechnen als Grundfertigkeiten allen Kindern bereits vermittelt werden und zur Basisbildung z\u00e4hlen, m\u00fcssen auch digitales Allgemeinwissen und grundlegende digitale Anwendungskompetenzen (und diese ver\u00e4ndern sich sehr rasch, was eine hohe Flexibilit\u00e4t des Schulwesens und der P\u00e4dagogInnen erfordert) vermittelt werden. Ein Nachweis der beruflichen Anschlussf\u00e4higkeit von BerufseinsteigerInnen in einer immer digitaler werdenden Welt umfasst heute diese digitalen Kompetenzen, wenn wir davon ausgehen, dass 90 % aller Berufe diese bereits voraussetzen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Im Bereich Bildung und Digital Skills sind daher folgende Punkte in die Wege zu leiten:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Es ben\u00f6tigt im Bereich Digitalisierung und Innovation ineinandergreifende Aktionspl\u00e4ne und Ma\u00dfnahmen, die \u00fcber alle Stufen des Bildungssystems \u2013 von der Elementarp\u00e4dagogik, \u00fcber das Pflicht- und weiterf\u00fchrende Schulwesen, bis hin zur Berufsaus- und Weiterbildung sowie zur Erwachsenenbildung \u2013 gleichsam ber\u00fccksichtigt und gef\u00f6rdert werden. Das schlie\u00dft nicht nur die Lernenden ein, sondern insbesondere auch die Vermittelnden (P\u00e4dagogInnen, Bildungs- und BerufsberaterInnen, ErwachsenenbildnerInnen etc.). Eine Standardisierung des Aufbaus der digitalen Kompetenzen bei gleichzeitiger Flexibilisierung der Lernwege und -methoden ist unabdingbar, um der bereits bestehenden digitalen Kluft quer \u00fcber alle Generationen entgegenzuwirken.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die Verankerung von hochwertiger und integrativer digitaler Bildung im Schul-, Lehr-, Hochschulwesen und in jedweder Berufsausbildung bzw. Arbeitsmarktma\u00dfnahme mit unterschiedlichen Kompetenzniveaus muss daher von der \u00f6ffentlichen Hand ressort\u00fcbergreifend vorangetrieben werden. Dazu ben\u00f6tigt es eine Standardisierung, sowohl der Inhalte und Messkriterien als auch der Infrastruktur im Bildungswesen, f\u00fcr die die EU den Grundstein legen sollte. Erfolg wird nur haben, wer klassisches Lernen und Studieren mit modernen Lehraktivit\u00e4ten und den Kompetenzen und F\u00e4higkeiten von morgen verkn\u00fcpft.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Angemessene Investitionen in die Konnektivit\u00e4t, in die Ausr\u00fcstung und in die organisatorischen Kapazit\u00e4ten sowie die entsprechenden Skills stellen sicher, dass jede Person am digitalen Wandel teilhaben kann. Bildung ist ein Menschenrecht und Zugang zur Bildung muss sichergestellt sein, unabh\u00e4ngig von der Umgebung, in der sie stattfindet und von der Art der Vermittlung (physisch, digital, hybrid, etc.).<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ein einheitlicher europaweiter, in allen EU-L\u00e4ndern verpflichtend umgesetzter Kompetenzrahmen f\u00fcr digitale Kompetenzen f\u00fcr Lernende, Lehrende, Arbeitnehmende und Arbeitgebende schafft Orientierung, Messbarkeit und Vergleichbarkeit. Daher m\u00fcssen verst\u00e4rkt Ma\u00dfnahmen f\u00fcr eine rasche EU-weite Umsetzung eines Standardkompetenzrahmens gesetzt werden \u2013 alleine schon, um die Freiz\u00fcgigkeit der ArbeitnehmerInnen in Europa zu optimieren.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Digitales Allgemeinwissen muss auch hinsichtlich neuer digitaler Technologien standardisiert vermittelt werden. Dies betrifft heute unter anderem bereits K\u00fcnstliche Intelligenz, Blockchain, Cloud Computing, Data Science\/Datenkompetenz etc. Auf diesem breiten, digitalen Allgemeinwissen lassen sich dann T\u00e4tigkeits- oder Berufsbild-spezifische Fachkompetenzen aufbauen. Sinnvoll ist es daher, Anreize f\u00fcr lebensbegleitendes Lernen zu schaffen, sei es beispielsweise \u00fcber ein B\u00fcrgerInnen-Bildungskonto oder spezifische Zielgruppen-F\u00f6rderungen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Besondere Bedeutung kommt im digitalen Wandel den Medien zu, die Informationen f\u00fcr die Konsumierenden in Kontext setzen und zur Bewusstseinsbildung \u2013 in die eine oder andere Richtung \u2013 beitragen. Das Medienkonsumverhalten gestaltet sich f\u00fcr die Generationen unterschiedlich; umso wichtiger ist es, die Medienkompetenz der B\u00fcrgerInnen insgesamt zu st\u00e4rken. Die Corona-Pandemie hat gezeigt, wie schnell Desinformation zu gesellschaftlichen Verwerfungen f\u00fchren kann. Wissenschaftsfeindlichkeit, ein gest\u00f6rtes Vertrauensverh\u00e4ltnis in \u00f6ffentliche Institutionen und eine zunehmende Polarisierung durch Social-Media k\u00f6nnen Gesellschaften in Krisenzeiten an den Rand eines demokratiepolitischen Kollapses bringen. Medienkompetenz als F\u00e4higkeit, Medien zu nutzen und deren Inhalte in Kontext setzen zu k\u00f6nnen, zu verstehen und kritisch zu bewerten sowie selbst Inhalte in entsprechender Weise kommunizieren zu k\u00f6nnen, ist eine Schl\u00fcsselkompetenz in der digitalen Welt. Der Aufbau von Medienkompetenz muss verst\u00e4rkt in strukturierten Bildungsma\u00dfnahmen als B\u00fcrgerInnenkompetenz verankert werden und Anreize geschaffen werden, damit sich B\u00fcrgerInnen aktiv auch mit diesem Kompetenzfeld auseinandersetzen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Zur Vermeidung der Fragmentierung von Ans\u00e4tzen im Bereich der KI ist es notwendig Stakeholder m\u00f6glichst eng in Entwicklungen und Vorhaben miteinzubeziehen und so Synergien zu schaffen. Die Zivilgesellschaft ist unmittelbar vom Einsatz von KI z.B. im \u00f6ffentlichen Sektor betroffen und ist somit wesentlicher Stakeholder. Transparenz schafft Vertrauen und Wissen schafft Zugang.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die Schaffung eines frei zug\u00e4nglichen Registers und einer entsprechenden, kuratierten Checklist f\u00fcr KI-Systeme, welche im \u00f6ffentlichen Bereich Einsatz finden, hilft Verst\u00e4ndnis zu schaffen, Vertrauen aufzubauen und sowohl Unternehmen als auch B\u00fcrgerInnen Orientierung zu geben.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Der Aufbau eines entsprechenden Basiswissens zu KI (Wirkungsweisen, Einsatzm\u00f6glichkeiten, Anwendungsf\u00e4lle, etc.) unterst\u00fctzt die digitale M\u00fcndigkeit der Zivilgesellschaft, um hier die Stakeholder-Rolle auch wahrnehmen zu k\u00f6nnen. Dabei ist auch Bewusstseinsbildung und Sensibilisierung wichtig. Daher sollen weiterf\u00fchrende Kurse zu KI und zur Sensibilisierung zu dem Thema f\u00fcr ArbeitnehmerInnen strukturiert frei zug\u00e4nglich gemacht werden.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die wissenschaftliche Community ist ein wesentlicher Stakeholder, wenn es um den Ausbau der Kapazit\u00e4ten und des Einsatzes von KI geht. Daher m\u00fcssen rechtzeitig Ma\u00dfnahmen getroffen werden, um einem \u201ebraindrain\u201c von KI-ForscherInnen entgegenzusteuern. Attraktive Einsatzgebiete, ambitionierte Projekte und Karrierewege m\u00fcssen eine EU-weite Priorit\u00e4t sein.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Der Einsatz neuer Technologien f\u00fchrt unweigerlich zu Verwerfungen auf dem Arbeitsmarkt. Manuelle T\u00e4tigkeiten r\u00fccken schon seit Jahrzehnten immer mehr in den Hintergrund, Automatisierung und Technologisierung ver\u00e4ndern Berufsbilder und Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Dies gilt auch f\u00fcr den Einsatz von KI-Systemen, die manche berufliche T\u00e4tigkeit ersetzen werden. Daf\u00fcr bedarf es anderer Fertigkeiten, die den Einsatz von KI-Systemen \u00fcberhaupt erst m\u00f6glich machen. Daher muss es einen Ausbau von Kapazit\u00e4ten zur Aus- und Weiterbildung im Bereich KI-Kompetenzen sowie Robotik und z.B. Halbleiter-Manufaktur geben und entsprechende Beratung und Begleitung sowie Unterst\u00fctzung von denjenigen, die durch KI-Systeme potenziell Arbeit verlieren oder deren Arbeitsplatz sich ver\u00e4ndert.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Der Ausbau der KI-Kapazit\u00e4ten ist auch f\u00fcr die EU Wettbewerbsfaktor und unterst\u00fctzt die digitale Souver\u00e4nit\u00e4t. Der Ausbau der technologischen Lieferkette f\u00fcr KI in Europa gew\u00e4hrleistet diese Souver\u00e4nit\u00e4t. Die Etablierung eines europ\u00e4ischen \u201eLighthouse\u201c f\u00fcr KI-Forschung w\u00fcrde die Vorhaben der derzeit bestehenden\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 KI-Digital Innovation Hubs noch weiter b\u00fcndeln, um Forschung, Wissenschaft und Wirtschaft (lokal, regional, national) noch besser miteinzubeziehen und in konkreten Anwendungsf\u00e4llen oder Forschungsvorhaben zu unterst\u00fctzen. Diese Ma\u00dfnahmen m\u00fcssen auch mit zus\u00e4tzlichen Investitionen in nationale KI-Betriebe und Forschungseinrichtungen einhergehen, um sowohl national als auch europaweit die St\u00e4rkung und den Aufbau einer europ\u00e4ischen Supply Chain f\u00fcr KI sicherzustellen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wesentliche Bedeutung kommt der Start-Up-Szene zu, die durch spezifische europ\u00e4ische und nationale Unterst\u00fctzungsangebote in ihren Forschungs- und Anwendungsbereichen gest\u00e4rkt werden muss. Die KI-Regulierung muss hier ein besonderes Augenmerk auf diese Stakeholder legen, um den Freiraum f\u00fcr Innovation in der EU zu erm\u00f6glichen. Regulierungen die nicht ad\u00e4quat, zukunftsorientiert und flexibel sind, k\u00f6nnten innovationshemmend wirken.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Eine rasche Erarbeitung einer europ\u00e4ischen, vertrauensw\u00fcrdigen und wettbewerbsf\u00e4higen Cloud-Infrastruktur ist f\u00fcr Wirtschaft und Gesellschaft zukunftsweisend. Wichtig ist dabei der Wissenschaft als wesentlichem Stakeholder Zugang zu geben damit diese mit der Industrie mithalten kann.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die Europ\u00e4ische Union verfolgt in der Regulierung von KI-Systemen einen harmonisierten Ansatz. KI-Systeme, die als \u201eHochrisiko\u201c-Systeme eingestuft werden, sollen reguliert werden. Entsprechende Strukturen zur Umsetzung, Beratung und Begleitung von Wirtschaft, Wissenschaft und Entscheidungstr\u00e4gern der \u00f6ffentlichen Hand m\u00fcssen nationalstaatlich aufgebaut werden.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Regulierung bedarf Standards und gemeinsamer Systeme, die \u00fcber Nationalstaaten hinaus Anerkennung finden und Unternehmen und AnwenderInnen entsprechende Orientierung geben.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Der Aufbau eines europ\u00e4ischen T\u00dcV-Modells f\u00fcr KI kann als pragmatischer und bereits in anderen Technologiebereichen erprobter Zugang rasch diese Orientierung geben.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Um in den Mitgliedsstaaten aber entsprechend praxisnah europ\u00e4ische Regulierungen umzusetzen, bedarf es entsprechender Kompetenzen. Dazu sollen auch in \u00d6sterreich Strukturen und ExpertInnen aufgebaut werden, die sich mit den Themenbereichen KI-Regulierung, Policy und Ethik zur Unterst\u00fctzung der Regierung bzw. der Unternehmen auseinandersetzen.<\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Die Nutzung von Synergien und der internationale Austausch zu den Entwicklungen im Bereich KI ist wesentlich. Daher soll der Ausbau von internationalen Dialogen mit Partnern zum Thema KI-Entwicklung zentral vorangetrieben werden.<\/span><\/p>\n","protected":false},"featured_media":1028,"template":"","class_list":["post-979","themenkapitel","type-themenkapitel","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"acf":[],"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.buergerforum-europa.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/themenkapitel\/979","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.buergerforum-europa.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/themenkapitel"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.buergerforum-europa.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/themenkapitel"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.buergerforum-europa.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1028"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.buergerforum-europa.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=979"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}